Krafttraining — die Grundlage für alles andere
Krafttraining ist nicht nur für Menschen, die groß werden wollen. Es ist das wirksamste Mittel gegen Rückenschmerzen, Muskelabbau im Alter, schlechte Körperhaltung und einen absinkenden Stoffwechsel. Wer nur eine Sache tun kann, sollte diese tun.

Ercan Özgül
Personal Trainer & Ernährungsberater · Plattling, Deggendorf & online
Wie fängt man mit Krafttraining richtig an?
Der beste Einstieg ist ein Ganzkörperplan mit zwei bis drei Einheiten pro Woche und sechs bis acht Grundübungen: Kniebeuge, Kreuzheben oder Hüftheben, Drücken über Kopf, Bankdrücken oder Liegestütz, Rudern, Klimmzug oder Latzug sowie eine Rumpfübung. Pro Übung zwei bis vier Sätze mit sechs bis zwölf Wiederholungen, jeweils ein bis zwei Wiederholungen vor dem Muskelversagen. In den ersten vier Wochen steht Technik vor Gewicht — danach wird wöchentlich in kleinen Schritten gesteigert.
Krafttraining in Zahlen
- Einstieg
- Ganzkörperplan, 2–3× pro Woche
- Übungsauswahl
- 6–8 Grundübungen statt 15 Maschinen
- Sätze
- 2–4 pro Übung, 6–12 Wiederholungen
- Intensität
- 1–2 Wiederholungen Reserve pro Satz
- Pausen
- 2–3 Minuten bei Grundübungen
- Erste 4 Wochen
- Technik vor Gewicht
Die Grundübungen — und warum es nicht mehr braucht
Ein sinnvoller Plan besteht aus wenigen Bewegungsmustern: Knie beugen, Hüfte strecken, horizontal drücken, horizontal ziehen, vertikal drücken, vertikal ziehen, Rumpf stabilisieren. Wer diese sieben Muster abdeckt, trainiert den gesamten Körper — unabhängig davon, ob mit Langhantel, Kurzhantel oder Maschine.
Der klassische Anfängerfehler ist die Übungssammlung: 14 Übungen, jede einmal, keine davon richtig. Weniger Übungen, dafür mehrmals pro Woche und mit steigender Last, schlagen jede Vielfalt.
| Bewegungsmuster | Beispielübung | Alternative ohne Studio |
|---|---|---|
| Knie beugen | Kniebeuge | Goblet Squat mit Kurzhantel |
| Hüfte strecken | Kreuzheben | Hip Thrust / Rumänisches Kreuzheben |
| Horizontal drücken | Bankdrücken | Liegestütz mit erhöhten Füßen |
| Horizontal ziehen | Langhantelrudern | Kurzhantelrudern einarmig |
| Vertikal drücken | Schulterdrücken | Kurzhantel-Schulterdrücken |
| Vertikal ziehen | Klimmzug | Latzug oder Bandzug |
| Rumpf | Plank / Ausfallschritt | Dead Bug, Side Plank |
Technik: der Unterschied zwischen Training und Verschleiß
Saubere Technik ist keine Ästhetikfrage. Sie entscheidet darüber, ob der Reiz im Zielmuskel landet oder in einer Gelenkstruktur, die dafür nicht gebaut ist. Zwei Dinge helfen fast immer: langsamer absenken und den vollen Bewegungsumfang nutzen.
In der Praxis reicht das nicht als Selbstkontrolle — man sieht sich beim Trainieren nicht. Deshalb filme ich Sätze meiner Klienten oder korrigiere direkt vor Ort. Das ist der Punkt, an dem ein Trainer sich am schnellsten bezahlt macht.
Krafttraining für Gesundheit, nicht nur Optik
Ab etwa 30 verliert man ohne Gegenreiz jährlich Muskelmasse und Knochendichte. Krafttraining ist die einzige Maßnahme, die beides zuverlässig aufhält. Dazu kommen bessere Blutzuckerregulation, stabilere Gelenke und in vielen Fällen deutlich weniger Rückenbeschwerden.
Deshalb bekommt bei mir auch jemand mit dem Ziel „abnehmen“ oder „Rücken“ einen Kraftplan — nicht drei Cardio-Einheiten.
So läuft Krafttraining bei mir ab
- 1
Bewegungsmuster prüfen
Beweglichkeit und Ausführung der sieben Grundmuster ohne Zusatzlast testen.
- 2
Ganzkörperplan starten
2–3 Einheiten pro Woche mit 6–8 Übungen aufbauen.
- 3
Technik festigen
Vier Wochen mit leichter Last sauber ausführen, jede Einheit dokumentieren.
- 4
Progression starten
Wiederholungen und danach Gewicht in kleinen Schritten steigern.
- 5
Nach 12 Wochen umstellen
Volumen erhöhen oder auf einen Split wechseln, wenn Zeit und Erholung es zulassen.
Eine Frage dazu? Schreib mir einfach.
Antwort in der Regel innerhalb weniger Stunden — direkt von mir, nicht von einem Team.
Krafttraining — was oft gefragt wird
Für Muskelaufbau und Kraft funktionieren zwei bis vier Sätze pro Übung mit sechs bis zwölf Wiederholungen sehr zuverlässig. Wichtig ist, dass die letzten Wiederholungen wirklich anstrengend sind — mit ein bis zwei Wiederholungen Reserve.
Kein Programm. Ein Coach, der bleibt.
Wir sprechen 30 Minuten über deine Ausgangslage, dein Ziel und deinen Alltag. Danach weißt du, was realistisch ist — mit oder ohne mich.
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